Erstes Kapitel. Mein Geburtsort Newcastle am Tyne
Ich bin nicht nur eines Seemanns Tochter, sondern kann sogar behaupten, daß ich unter Seeleuten geboren wurde und zwar mit demselben Rechte, als ob ich an Bord eines Schiffes das Licht der Welt erblickt hätte. An dem betreffenden Abende nämlich befand sich gerade eine ganze Gesellschaft von Kapitänen und Steuerleuten im Wohnzimmer unseres Hauses. Wie meine Mutter oft erzählte, war das Zimmer so voll Tabaksqualm, daß die Gestalten der Gäste nur in schattenhaften Umrissen sichtbar waren, als der Arzt hineintrat, um meinem Vater die Nachricht von meiner Ankunft zu überbringen. Als er ihn nach längerem Suchen entdeckt zu haben glaubte, klopfte er ihm auf die Schulter und sagte: »Kapitän, ein kleines Sorgenbündel ist eben für Sie angekommen, ein niedliches kleines Mädchen. Soviel ich sehen kann, verspricht sie Ihnen ähnlich zu werden.« Dann erst bemerkte er, daß er sich an den Unrechten gewandt hatte. Der Doktor erzählte später die Geschichte nebst allem, was folgte, meiner Mutter. Als mein Vater die frohe Botschaft hörte, schwenkte er seine lange Tonpfeife, deutete auf die dampfende Bowle auf dem Tische und sprach: »Jungens, hier ist Punsch genug, das Mädel damit zu taufen. Nehmen Sie Platz, Doktor! Setzen Sie sich! Hier ist 'ne Pfeife und da haben Sie 'n Glas. Wie soll sie heißen, Jungens? Ich werde zuletzt reden.« Tiefes Schweigen folgte auf diese Rede. Die Gegenwart des Arztes