Chapter

Erste Abteilung

Frohmann kehrt von einer Filiale zurück, wohin er an das Lager eines Sterbenden gerufen worden. Eben steigt er mühevoll eine Anhöhe hinan und seine Beinchen bearbeiten den tiefen Sand des Weges. Dann geht er zwischen hohen Fruchtfeldern, die reifen Halme neigen sich gegen ihn, die Vögel grüßen fröhlich, vor ihm tanzen Käfer am Boden, rothe und schwarze, eine Schwalbe streift zwitschernd den hohen Cylinder, kehrt wieder um und nimmt vom Rücken des Herrchens eine Fliege. Nichts vermag den Kleinen ernsten Betrachtungen zu entreißen. Er hatte gesehen, wie das Leben ohnmächtig rang mit dem Tode und wie ein Geist, beim Abschlusse der irdischen Laufbahn, angsterfüllt vor den Pforten der Ewigkeit stand. Ueberlassen wir das Herrchen seinen Betrachtungen, und nehmen wir uns die Freiheit, über ihn selbst eine Betrachtung anzustellen. Gegenwärtig sinnbildet der Kleine ein Bruchstück seiner irdischen Wanderschaft. Seine Füßchen stecken im Sande und kämpfend überwindet er den Weg. Der lange Tuchrock hängt schwer hinab zu den Knöcheln, auf den Kopf drückt ein unnachgiebiger schattenloser Cylinder von Haasenhaaren und Pappendeckel, – gewiß sehr unbequem in der Brandhitze des Juli. Ueber das hagere Gesicht rinnen dicke Schweißtropfen, Erschöpfung liegt handgreiflich in den matten Zügen. Armes Herrchen! Du wirst immer kleiner, schmächtiger, durchsichtiger. Die Mühseligkeit Deiner Wanderung frißt

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