Chapter

I. Der gefährliche Feind

Cornelius schien von einer Ahnung bei seinen letzten Worten geängstigt worden zu sein, denn die jungen Leute hatten es bisher nie noch so nothwendig, den mächtigen Schutz Gottes anzusprechen, als gerade in diesem Augenblicke. Keiner unserer Leser wird wohl zweifeln, daß unter dieser drohenden Gefahr unser Freund, oder vielmehr unser alter erbitterster Feind, Isaak Boxtel gemeint ist. Aus Allem wissen wir bereits, daß Boxtel vom Buytenhoff nach dem Löwenstein in die Nähe der Gegenstände seiner Liebe und seines Hasses gewandert war. « Der erste war die Tulpe, der zweite van Baerle. Das, was selbst der erfahrenste und geschickteste Tulpenliebhaber nicht geahnt hätte, nämlich: das Bestehen der großen schwarzen Tulpe, das ließ der Neid den furchtbaren Menschen errathen. Zugleich wissen wir auch, daß es ihm gelungen war, unter dem falschen Namen Jakob, sich des Kerkermeisters Freundschaft, und zugleich eine gastliche Aufnahme im Löwensteine zu erkaufen. Dafür aber überschüttete er aus Dankbarkeit täglich den Alten mit dem besten Wachholderbranntwein, der jemals zu Antwerpen erzeugt wurde. Durch dieses Verfahren schläferte er dessen Argwohn und Mißtrauen vollkommen ein, um so mehr, da er zugleich die Absicht, Rosa ehelichen zu wollen, stark hervorleuchten ließ. Dann schmeichelte er der Eigenliebe des Gefangenenwärters, bezüglich der Wichtigkeit seines Amtes. Er schmeichelte ihm

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