Chapter

1. Kapitel

Vierzehn Tage nach Vater Benwells Entdeckung folgte Stella eines Morgens Romayne in sein Arbeitszimmer. »Hast Du Nachrichten von Mr. Penrose erhalten?« fragte sie. »Ja, er wird morgen hier eintreffen.« »Zu einem längeren Besuche?« »Ich hoffe es. Je länger, je besser.« Sie sah ihn mit einem gemischten Ausdruck von Erstaunen und Vorwurf an. »Warum sagst Du das?« fragte sie. »Warum sehnst Du Dich so nach ihm, jetzt, wo Du mich doch hast?« Er saß vor seinem Schreibtische, den Kopf auf die Hand gestützt, das Auge auf ein vor ihm liegendes offenes Buch geheftet. Bei ihrer letzten Frage blickte er plötzlich auf. Das helle Morgenlicht fiel auf sein Gesicht. Der leidende Zug, dessen Stelle sie sich noch von ihrer ersten Begegnung auf dem Dampfboote erinnerte, prägte sich wieder darin aus, diesmal war derselbe aber nicht durch den Ausdruck rührender Ergebung gemildert, wie damals, sondern noch schärfer hervorgehoben durch die mürrische und verzweifelnde Entschlossenheit eines Mannes, der seiner selbst und des Lebens überdrüssig ist. »Ich mache Dir ja keinen Vorwurf,« sagte sie sanft. »Bist Du etwa eifersüchtig auf Penrose?« fragte er mit einem bitteren Lächeln. »Ich fürchte Penrose,« antwortete sie. Er sah sie mit erstaunten, argwöhnischen Blicke an. »Warum fürchtest Du Penrose?« Es war nicht der Moment, es wagen zu dürfen, ihn zu reizen. Er hatte in der vorhergehenden Nacht die Stimme

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