Chapter

Vorwort

Vorwort Björnson hatte die Begeisterung. Durch seine Seele flutete der wilde kämpferische Meeresstrom, Björnson war voll von Zacken und Schroffen, in ihm war das Lächeln der Sonne über den schönen Fjorden, über dem jungfräulichen Weiß der Birken im Lenz und im Herbst. Björnson war »eine Mischung von fein und grob – eine echt norwegische Mischung«. Er trug viele Härten aus Sehnsucht in sich, er glaubte an die Macht der Menschen, das Schicksal zu beugen. »Ich leide Herzensqualen vor Sehnsucht nach Wärme und Glauben an irgendeine gute Kraft in den Menschen.« Björnson war ein gewalttätiger Titane ethischen Wollens, eine Tätigkeitsmaschine, getrieben von unerhörten Herzensenergieen. »Einzig die ursprünglichen Individuen sind es, die dauernd zu erschüttern vermögen.« Björnson war Kleinstaater, ein nordischer Provinziale, das gab ihm durch die Übersehbarkeit des Lebens seiner Heimat universale Erfahrung, er sah die mordende Spießbürgerlichkeit um sich klarer als wir, denen das unübersichtliche großstaatliche Spezialistentum den vollen Einblick, die Vollerfahrungen aus den Realitäten unseres Daseins zu oft verstellt und verweigert. Er vermochte zu allen Fragen des Tages Stellung zu nehmen, er nahm zu allem Stellung. »Das Leben ist mir das Höchste.« Sein Dichten entquoll seiner Zeit, den Lebensnotwendigkeiten seiner Nation, wie er sie sah. »Ein Hurra dem Tag! Klares Wetter für die

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