Chapter

Erstes Kapitel

In langsamem, schläfrigem Trabe näherte sich Raiskij auf einem mit drei mageren Kleppern bespannten elenden Fuhrwerk, einen Seitenweg benutzend, seinem Gut. Nicht ohne Aufregung sah er die leichten Rauchwölkchen aus den Schornsteinen des Hauses aufsteigen, das sein Heim, seine Geburtsstätte war; die in morgenfrischem Grün prangenden Birken und Linden beschatteten den behaglichen Winkel, das Ziegeldach des alten Wohnhauses blickte aus dem Gezweig, und zwischen den Baumstämmen hindurch schimmerte, von Zeit zu Zeit wieder verschwindend, der breite Silbergürtel der Wolga. Ein frischer, gesunder Luftstrom, wie er ihn schon lange nicht geatmet, wehte ihm von dorther entgegen. Er kam näher und näher. Jetzt sah er die bunten Blumenbeete in dem Gärtchen vor dem Hause und weiterhin Linden- und Akazienalleen und die alten Rüstern und dann links die Äpfel-, Kirsch- und Birnbäume. Dort spielen die Hunde in einem Winkel des Hofes, da liegen die jungen Katzen in der Sonne; Starkästen schaukeln sich an dünnen Stangen; Tauben drängen sich auf dem Dach des neuen Hauses, Schwalben schießen darüber hin. Hinter dem Gutshof, nach dem Dorf zu, ist die ganze Wiese mit Leinwand bedeckt, die in der Sonne bleichen soll. Dort rollt eine Bäuerin ein kleines Faß über den Hof, ein Kutscher zerkleinert Holz, ein anderer ist eben dabei, einen Arbeitswagen zu besteigen und den Hof zu verlassen; lauter

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