Chapter

Erstes Kapitel

Nachdem Wera Raiskij verlassen hatte, blieb sie noch ein Weilchen stehen und lauschte, ob er ihr nicht folge, dann schlüpfte sie plötzlich seitwärts ins Gebüsch, bahnte sich mit dem Schirm einen Weg durchs Gezweig und huschte wie ein Schatten auf dem ihr bekannten schmalen Fußweg dahin. Sie gelangte nach dem halb verfallenen Pavillon in dem Hain, der einstmals einen Teil des Parks gebildet hatte. Die Treppe war morsch, die Stufen klafften auseinander, der Boden im Innern hatte sich gesenkt, einige Bretter waren eingestürzt, andere gaben unter den Füßen nach. Nur der schiefstehende Tisch und die beiden ehedem grünen Bänke waren unter dem moosbedeckten Dach noch übriggeblieben. In dem Pavillon saß Mark Wolochow, und vor ihm auf dem Tisch lag seine Büchse und seine Ledertasche. Er reichte Wera die Hand und zog sie fast über die zerbrochenen Treppenstufen in den Pavillon hinein. »Warum so spät?« »Der Vetter hat mich aufgehalten«, sagte sie und blickte auf die Uhr. »Übrigens beträgt die Verspätung nur eine Viertelstunde. Nun, wie geht es? Ist nichts Neues vorgefallen?« »Was soll vorgefallen sein?« fragte er. »Haben Sie etwas erwartet?« »Hat man Sie nicht wieder auf die Hauptwache gebracht oder auf der Polizei eingesperrt? Ich erwarte es jeden Tag.« »Nein, ich bin jetzt vorsichtiger geworden, seit Raiskij in einer Anwandlung von renommistischer Großmut die Geschichte mit den Büchern

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