In Jakobsohns Flur.
In Jakobsohns Flur. Ich habe heute in älteren Notizen über absonderliche Erlebnisse geblättert, die uns in dem kritischen Jahre 1923 beschert wurden. Ich sage beschert, denn Harst und ich nehmen eben jedes uns sich darbietende eigenartige und aufregende Abenteuer als ein Geschenk hin. Zu meinem Erstaunen fand ich da die Photographie einer jener kleinen Schildkröten, wie diese auch bei uns in Deutschland vorkommen. Auf diesem Lichtbilde hatte ich mit Bleistift vermerkt: »Schildkröte am Halensee. 13. Oktober 1923. Karman Tichu, Anita Galski.« Mein Gedächtnis reagierte auf diese dürftigen Angaben prompt. Mit einem Schlage standen in meiner Erinnerung wie aus einer Versenkung all jene Szenen mit lebenswarmer Frische auf, die für uns mit dem Namen des großen Bankiers Karman Tichu verknüpft waren. Anderseits wunderte ich mich aber auch, weshalb ich diesen merkwürdigen Kriminalfall bisher der Öffentlichkeit vorenthalten habe. Die Gründe hierfür kenne ich nicht mehr, vermute lediglich, daß das Bild der Schildkröte mir nicht rechtzeitig wieder in die Hände geriet und daß andere Erlebnisse das Andenken an jenen seltsamen Zauberkünstler bei mir rascher zum Schwinden brachten, als er es verdient hat. Denn er war in seiner Art fraglos eins der größten Rätsel, die ein Inder jemals dem gelehrten Europa dargeboten hat. — … Oktober 1923 … Das war damals, als die Inflation uns zu Billionärchen