Chapter

Auftakt

Die Hasen hatten abgerammelt, Des Rotwilds Brunftschrei war verhallt, Und von der Arbeit ganz verdammelt Zog matt der Haupthirsch durch den Wald. Die Sau nur hatte frohe Tage; Sie rudelte im tiefen Tann; Denn nach des Daseins Pein und Plage Brach ihr die goldne Rauschzeit an. Da war's . . . auf weichen Lammfellsocken, Durch Thyrsusstöcke, öd und kahl, Den Bart umeist mit kalten Flocken, Der Winter kam ins Moseltal. Dezember war's! – Der Himmel blaute, Das weite Land lag eingeschneit, Und rings, so weit das Auge schaute, Zog glitzerblanke Herrlichkeit. Die Berge trugen Silberborten, Die Wälder standen duftig weiß, Und schaumig glitt als Sahnetorten Den Strom zu Tal das Moseleis. Da war's, da kam mir gute Kunde Aus meinem lieben Moselnest; Denn fröhlich ging's von Mund zu Munde: »Im Conder Wald sind Sauen fest!« Im Conder Wald! – das Wort schlug Funken; Und Sauen fest! – ha, wie das klang! Und tiefbeseelt und wonnetrunken, Ward meine Sprache zum Gesang. Ich hörte schon das Hifthorn tönen, Versprach mir himmlischen Genuß, Und um das Ganze noch zu krönen, War Rendezvous bei Brixius. Bei Brixius im Schank »Zur Traube«! Ein Zauberwort, ein Wort der Lust! Das lockte wie die Turteltaube, Das wölbte stolz die Männerbrust, Das ließ die Pulse rascher schlagen Und schob die Freunde mir zurecht, Mit denen ich in frohen Tagen Geliebt, gejubelt und gezecht. Denn hier »Zur Traube«, voll der

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.