Unser Land
O Vaterland, du unser Land, Erschalle theures Wort! Es steigt kein Berg zum Himmelsrand, Kein Thal sich senkt, sich spült kein Strand, Geliebt wie unser Land im Nord, Der Väter Erde dort. Arm unser Land ist, ohne Werth Dem, der nur Gold vermißt, Ein Fremdling stolz vorüber fährt; Doch lieb ist uns sein treuer Herd, Für uns mit Felsen, Moor' und Küst' Ein Goldland doch es ist. Wir lieben unsrer Ströme Macht Und unsrer Bäche Klang, Des dunklen Waldes düstre Pracht, Das Sommerlicht, die Sternennacht, Ja alles was als Bild, Gesang Uns hier zu Herzen drang. Hier stritt sich unsrer Väter Streit Mit Schwert, Gedank' und Pflug, Hier, hier, zu heitrer, trüber Zeit, In Glück und Unglück, Lieb' und Leid', Das Herz des Finnenvolkes schlug, Hier trug's was es ertrug. Wer zählte wohl der Kämpfe Zahl, Die es bestand mit Muth, Als Krieg erscholl von Thal zu Thal, Als kam der Frost mit Hungers Qual, Wer maß all sein vergoßnes Blut Und seiner Duldung Gluth? Und es war hier dies Blut einst floß, Ja hier für uns es war; Und hier es seine Freud' genoß, Und hier es seine Thränen goß Dies Volk, das unsre Bürden trug Lang eh' das Herz uns schlug. Hier ist uns wohl, hier ist uns lieb, Uns alles hier bescheert; Wie unser Loos das Schicksal schrieb, Ein Land, ein Vaterland uns blieb, Was giebt's auf Erden wohl mehr werth, Mehr theuer und verehrt? Und hier und hier ist dieses Land, Vor unserm Auge hier,