Chapter

Die Heimkehr

Ich habe hier, wie man es bei den alten Altartafeln tat, zu meiner verschwiegenen Freude, das Gleichnis gemalt, das unser Herr Jesus Christus uns erzählt hat. Die zwiefältige Eingebung habe ich verteilt gelassen und zusammengefaßt, wie sie mich antrieb; ich suche nicht, den Sieg irgendeines Gottes über mich zu erweisen – auch keinen meinigen Sieg. Wenn aber der Leser einige Frömmigkeit von mir fordert, es möchte sein, daß er sie gleichwohl in meinem Bilde fände, da ich mich, gleich einem Stifter in der Ecke des Gemäldes, darin angebracht habe, auf den Knieen, ein Gegenstück zum verlorenen Sohn, wie er zugleich lächelnd und mit von Tränen triefendem Antlitz. Wenn der verlorene Sohn, nach einer langen Abwesenheit und wie am Ende seiner Neigung zu sich selbst, auf dem Grunde dieser Entbehrnis, die er suchte, an das Antlitz seines Vaters denkt, an das nicht beengte Zimmer, wo seine Mutter sich über sein Bett beugte, an den Garten, getränkt von fließendem Wasser, aber umschlossen, und aus dem zu entweichen er immer begierig war, an den sparsamen älteren Bruder, den er nie geliebt hat, der aber, abwartend, noch den Teil seiner Güter zurückhält, den er, im Verschwenden, nicht los werden konnte –: So gesteht sich der Sohn, daß er das Glück nicht gefunden hat, ja, daß er nicht einmal imstande war, jene Trunkenheit lange auszudehnen, die er an Glückes Statt suchte. Ah, denkt er, wenn

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