Ein Ernstes Problem
Ritterin Brielle war eine Ritterin. Eine richtige, geschlagene Ritterin. Sie war letzten Monat zur Ritterin geschlagen worden. Sie hatte ein Schwert, um es zu beweisen.
Sie hatte ein Schwert gehabt, jedenfalls.
Jetzt war ihr Schwert verschwunden.
Der Drache war für den Morgengrauen geplant. Drachen wurden immer geplant. An der Burgwand hing eine Tabelle. Der Drache heute war ein kleiner — etwa so groß wie eine Ziege — aber Berichten zufolge sehr entschlossen.
Ritterin Brielle war auch entschlossen. Sie brauchte nur ihr Schwert.
„Hallo!", rief sie dem Knappen zu. „Hast du mein Schwert gesehen?"
„Nein, Ritterin Brielle. War es nicht im Waffenständer?"
„Es war gestern Abend im Ständer. Es ist jetzt nicht im Ständer."
„Könntest du ohne kämpfen?"
„Es ist sehr schwer, einen entschlossenen kleinen Drachen ohne Schwert zu bekämpfen."
„Was ist mit dem Ersatzschwert?"
„Es gibt kein Ersatzschwert. Der Schmied stellt eines her. Es ist Dienstag fertig."
Es war Samstag.
Ritterin Brielle setzte sich auf die Stufen. Sie dachte nach.
Eine Ritterin gerät nicht in Panik. Eine Ritterin denkt nach.