Erstes Kapitel
Landedelleute waren es, unbedenkliche, beherzte Gentlemen von Alt-England, die des katholischen Glaubens und des Papstes Sache noch immer nicht verloren geben wollte. So tapfer sie ehedem ihren Königen aus dem Hause Tudor gedient, so zähe befehdeten sie nun die ketzerische Elisabeth und ihren Nachfolger, den hämischen Pedanten Jacob Stuart. Auf die Großen des Reiches war kein Verlaß mehr; die schmiegten auch als Katholiken um höfischen Glanzes willen den Nacken ins Joch des neuen, anglikanischen Königstums. Die Herde der Gläubigen schmolz zusammen, seit ihre Hirten, die Priester, des Landes verwiesen waren. Nur einige, noch recht junge, Väter von der streitbaren Gesellschaft Jesu zogen als die letzten der Bundesgenossen verkappt von Burg zu Burg und sorgten dafür, daß der Glaubenseifer der romanistischen Gentry nicht erlahme. Einer ihrer getreuesten Degen war der Oberst Sir Robert Catesby, fast noch ein Jüngling, doch bewährt in allen Händeln und Revolten wider die königliche Tyrannei. Als Graf Essex, der Geliebte der jungfräulichen Königin, an der Spitze von zweihundert verwegenen Rittern ihren Palast zu stürmen suchte, verdiente sich Latesby die Sporen als Frondeur und wurde mitgefangen. Es gelang ihm, sich freizukaufen mit einem gewaltigen Lösegeld, das er grimmig lachend zahlte, weil es seinem Reichtum nur eine schmerzhafte, doch keineswegs tödliche Wunde schlug. Auch in