Chapter

Zweiter Teil

Am 28. Juli 1835 erfolgte bei Gelegenheit einer Heerschau das erste Attentat gegen Louis Philipp. Eine furchtbare Explosion erfolgte beim Vorüberreiten des Königs und schmetterte einundzwanzig Personen seines Gefolges nieder. Ein gewisser Fieschi hatte dieses Attentat auf den König ausgeführt und wurde, nebst seinen Mitschuldigen, von der Pairskammer zum Tode verurtheilt. In Folge dieses Versuchs auf Louis Philipps Leben wurden die bekannten Septembergesetze zur Beschränkung der periodischen Presse durch hohe Cautionen und durch Einführung geheimer Abstimmung bei den Geschwornengerichten von beiden Kammern erlassen, von dem Volke aber mit tiefster Entrüstung aufgenommen. Bereits am 25. Juni 1836 setzte ein neues Attentat auf das Leben der königlichen Familie ganz Frankreich in Schrecken. Ein Kaufmannsdiener, Namens Alibaud, hatte nämlich, als Louis Philipp mit seiner Schwester und Gemahlin nach Neuilly fahren wollte, am Ausgang der Tuilerien in den Wagen geschossen, um das Vaterland, wie er sagte, von seinem Tyrannen zu befreien. Am 6. Oktober desselben Jahres erfolgte endlich die Begnadigung von dreiundsechzig politischen Gefangenen, und bald darauf die Entlassung der Exminister Karls X. Aus Ham, da die Volkswuth gegen dieselben längst sich in Mitleid verwandelt hatte. Ungeachtet der Ruhe, die darauf in Frankreich herrschte, wurzelte in den Gemüthern doch eine allgemeine und

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