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Erstes Buch, Erstes Kapitel

Die schneidend kalten Nordostwinde, welche in den nördlich gelegenen Küstenstaaten der Union von Nordamerika den Anbruch des Frühlings zu verzögern pflegen, hatten im Jahre 1675 länger als gewöhnlich geweht. Die dichten Forste, welche damals den Boden der Kolonien von Neu-England noch überreichlich bedeckten, waren bis in den Monat Mai hinein mit Schnee und Eis angefüllt gewesen. Erst die zweite Hälfte dieses Monats hatte mildere Lüfte gebracht, und unter der Einwirkung einer wolkenlosen Sonne war dem rasch weichenden Winter die Jahreszeit der Blüten auf dem Fuße gefolgt. Die zahllosen Flüsse und Bäche sandten wieder fessellos ihre rauschenden Wasser aus dem Dunkel der Wälder hervor und dem Meere zu; die Vegetation erwachte mit der diesem Lande eigentümlichen Raschheit, das junge Grün schlang sein fröhliches Netz binnen weniger Tage über unermeßliche Länderstrecken hin, Busch und Kraut schlugen unterm Sonnenkusse die Blütenaugen auf, und in den lauwarmen Nächten sang der Whippoor-Will, die Nachtigall der transatlantischen Hemisphäre. Die Morgensonne des ersten Junisonntags leuchtete voll und klar ob dem Long-Island-Sund und übersäte die von einer sanften Brise gekräuselte Wasserfläche von Block-Island an bis hinab zur Mündung des Hudson, wo jetzt eine der größten Städte der Welt ihre menschenwimmelnden Straßen hinstreckt, mit purpurnen und goldenen Lichtern. Wem es vergönnt

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