Ahmed Bissus Pavillon
Schon einmal habe ich in diesen meinen Schilderungen unserer Abenteuer betont, daß auch mein Freund Harald Harst durch die Inflation sein gesamtes Vermögen verloren hatte und daß wir von reichen Liebhaberdetektiven zu simplen Privatdetektiven herabgesunken waren, die nicht mehr wie einst mit zu ihren Waffen das Geld rechnen konnten. Einst in besseren Zeiten hatten wir ohne Rücksicht auf den Kostenpunkt uns in die kostspieligsten Abenteuer gestürzt, hatten eine Reise nach Kairo oder Kapstadt lediglich deswegen unternommen, weil uns eben irgendein besonderes Problem lockte … Damit war’s nun längst vorbei. Wir waren auf Honorar angewiesen, und wenn wir auch zuweilen »Fälle« bearbeiteten, die uns nichts einbrachten, so war dies doch stets eine Seltenheit, eine Tat des gütigen Herzens meines Freundes, der auch unbemittelte Bedrängte nie von seiner Tür wies – Sie kamen selten, diese von Sorge, Angst oder allerlei Gedanken Gequälten. Mit geringfügigen Dingen traute sich niemand zu dem berühmten Harst. Viele wandten sich nur schriftlich an ihn, viele sogar anonym. Und mitunter flatterte auch ein gehässiger, heimtückischer Brief in unser Heim, eine jener gemeinen Verdächtigungen, mit denen auch die Polizei so oft bombardiert wird. – An jenem Septembermorgen, der dem wohl mit Recht als grauenvoll von mir bezeichneten Tode Eva Lardas folgte, stellte sich der indische Juwelier und