1. Kapitel
An einem klaren warmen Augustmorgen ritten zwoelf gut bewaffnete Maenner, die saemtlich die Tracht der Ansiedler trugen, am Nordufer eines etwa zwanzig Meter breiten Praeriebaches dahin, indem sie sich stets auf der bereits stark verwischten Faehrte eines anderen Trupps hielten. Dieser Bach muendete einige fuenfzig Meilen weiter noerdlich in den Arkansas, und dort an der Einmuendung lag auch die erst vor zwei Jahren gegruendete Stadt Jacksonsburg, eine der groessten Niederlassungen an der Grenze der Indianergebiete. Sie zaehlte damals vierhundert Einwohner und bestand aus etwa vierzig Blockhuetten nebst Stallungen, war von einem breiten natuerlichen Wassergraben und einem hohen Palisadenzaun umgeben und galt als jedem Indianerangriff voellig gewachsen. Jacksonsburg am Paale-Bach war der am weitesten vorgeschobene Posten. Ringsum gab es auf unzaehlige Meilen weiter keine andere Ansiedlung. Die in den nahen Praerien hausenden Sioux hatten sich bisher nicht ein einziges Mal bis an die befestigte Stadt der Blassgesichter herangewagt, obwohl ihnen diese Niederlassung ein Dorn im Auge sein musste. Die Jacksonsburger hatten jedoch ein so vorzuegliches Bewachungssystem ersonnenen, dass die Rothaute nur schwer der Stadt sich naehern konnten, ohne bereits rechtzeitig bemerkt zu werden. So konnte denn die Ansiedlung mit den weiten Feldern und Viehweiden sich ungestoert zwei Jahre lang