Chapter

Erstes Kapitel

Der dicke Wirt des Exzelsior-Hotels in Bombay schnaufte kurzatmig den endlosen Korridor im zweiten Stock entlang und klopfte dann an die Tür von Nr. 64. Auf ein kurzes, recht energisch klingendes »Herein« öffnete er und trat näher. »Bitte schließen Sie die Tür hinter sich«, sagte der Bewohner dieses Zimmers, ein hagerer, junger Mann mit bartlosem, sonngebräuntem und außerordentlich kühn geschnittenem Gesicht, der in einem Sessel saß und vor sich auf der Platte des Mitteltisches sauber in einer Reihe eine goldene Uhr mit Kette, zwei Ringe und eine Busennadel und etwa zehn Mark in englischem Gelde hingelegt hatte. Wilhelm Segerl, der Besitzer des Exzelsior, drückte die Tür ins Schloß und verbeugte sich leicht. »Sie haben mich zu sprechen gewünscht, Herr Manhard.« »Ich habe Sie hier zu mir in mein Zimmer gebeten, weil diese Unterredung möglichst ohne Zeugen stattfinden sollte«, erklärte Felix Manhard gelassen. Segerl, ein geborener Schweizer, schaute seinen Gast etwas mißtrauisch an. Und dann wanderten seine Augen prüfend zu der merkwürdigen kleinen Ausstellung hin, die der junge Deutsche da auf der Tischplatte ausgebreitet hatte. Ein flüchtiges Lächeln zuckte um Manhards Lippen. »Sie wundern sich wohl über diese Zurschaustellung meiner gesamten Habe, Herr Segerl. – Bitte, kommen Sie ganz dicht heran. Sie sollen mal diese Dinge hier abschätzen.« Der Hotelier, der den übermütigen

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