I. Ungarische Klubs
Auch in Ungarn giebt es ein Klubleben, nicht bloß in England; jedoch ich bitte, das nicht mit dem Thun und Treiben unserer politischen Konventikel zu verwechseln, welche in eine andere Luftschicht gehören; noch auch mit dem Leben jener wohlthätigen und gemeinnützigen Vereine, die sich zur Erziehung der Menschen und der Windhunde, zur Unterstützung Notleidender und zur Einstudierung patriotischer Lieder, sowie anderer erhabener Gemeinzwecke wegen konstituieren und dafür täglich warme Anerkennung finden. Ich will lediglich von gesellschaftlichen Gruppen sprechen, welche gemeinsames Empfinden über gemeinsame Ideen drängt, sich um einen gemeinschaftlichen Tisch zu setzen, deren Glieder einander aufsuchen, ohne eben gute Freunde, und die mit einander herumstreiten, ohne Feinde zu sein; und so bildet der gemeinsame Gegenstand des Anreizes und des Kampfes die Grundlage ihres täglichen Lebens, während er den außerhalb Stehenden als etwas durchaus Nichtiges erscheint. Es ist ein ganzer Nibelungen-Sagenkreis, was die vornehme Volkstradition über jenen ältesten vaterländischen Klub aufbewahrte, dessen nun schon stereotyp gewordene Figur, Joscha Djuri, das Modell jenes Bundes verwandter Geister ist, deren soziale Idee darin bestand, soviel Jux als möglich aus dem Ernst der grünen und weißen Tische herauszuschrauben, einer auf Kosten des andern, manchmal zum Ärger der Machthaber, und gar