Chapter

1. Kapitel: Blubb und Crax

Die Stadt El Paso am linken Ufer des Rio Grande del Norte war zu der Zeit, wo unsere Erzählung spielt, noch ein jämmerliches Grenzstädtchen, dessen Einwohner jeden Augenblick gewärtig sein mußten von den Rothäuten angegriffen zu werden.« Auf der Holzveranda einer der zahlreichen Schenken El Pasos saßen an einem für diese Gegend kühl zu nennenden Spätherbsttage zwei Europäer und ein verkommener, zerlumpter Indianer, der wegen Feigheit aus dem Apachenstamme vor drei Jahren ausgestoßen worden war und nun nach manchen Irrfahrten hier in der Schenke, die sich stolz auch Hotel nannte, als Hausknecht ein erbärmliches Leben führte. Die beiden Weißen, die mit ihm zusammensaßen, waren Engländer, wie man auf den ersten Blick erkannte. Der eine, lang und hager, blond, sommersprossig und mit am Kinn ausrasiertem Vollbart, trug eine Brille und einen dunkelgrünen Sportanzug, dazu einen Tropenhelm und hohe gelbe Stiefel. Der andere, genau so gekleidet, hatte jedoch ein bartloses Vollmondgesicht, stark vorstehende Oberzähne und eine recht verdächtige blaurote Knollennase und reichte dem Langen etwa bis an die Hüften. »Master Blubb der Rote wird Euer Hochwohlgeboren nun die ganze Geschichte bis ins kleinste erzählen,« sagte der Kleine jetzt und verbeugte sich. »Er behauptet nach wie vor, Euer Hochwohlgeboren die tadellos erhaltene Mumie eines der Ureinwohner Mexikos, der Azteken, beschaffen zu

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