Chapter

Die Mutter und die Babies

Der mongolische Kaiser Dschingis, der die Kindes- und Elternliebe der Chinesen kannte, deckte, als er sie bekriegte, seine Vorhut mit den Kindern und Eltern seiner Feinde. So decken die Antifeministen mit der Mutterschaft ihre Argumente, um die Invasion des weiblichen Feindes in ihre Gebiete zu verhindern. Trotz der Heiligsprechung der Mutterschaft ist das Kind in der Menschheitsgeschichte noch nie zu seinem Recht gekommen. Die ungeheure Sterblichkeit der Säuglinge legt Zeugnis davon ab. Und es ist das Recht des Kindes zu leben. Generationen von Kindern verrohen, entarten im Gifthauch einer entsittlichten Umgebung. Schutz vor körperlichen und geistigen Misshandlungen ist das Recht des Kindes. Wer nicht schaudernd, von grenzenlosem Erbarmen durchglüht, die Berichte über das Kinderelend in den englischen Fabriken gelesen hat, trägt ein Herz von Stein in der Brust. Zunächst will ich von dem kleinen Kinde sprechen, von dem Baby, für das andere verantwortlich sind. Welche andere? Die Mutter? Ja, wenn wir an die Mutter von Gottes Gnaden glauben. Wie? Diese kleinen Kinder, die liebende Mütter haben, auch die kämen nicht zu ihrem Recht? Auch sie – in der Mehrzahl – nicht. Die Gegner der modernen Frauenbewegung freilich sehen in der Mütterlichkeit des Weibes die Verbürgung der Rechte des Kindes. Daher ihre feindliche Haltung gegen die umstürzlerischen Weiber der Emanzipation, die, wie

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