Chapter

Erster Teil

Quot in littore conchae Tot in amore dolores Die Schaluppe trieb, stark nach Steuerbord geneigt, auf den großen Wogen der Mündungsbucht dahin, dem Eingang des Brivetflüßchens zu. Hier, wo die Loire sich zur Breite mehrerer Flüsse weitet, wurde die Brise steifer; und das große, schlammbespritzte Segel, das an ein uraltes Segel aus Tierhäuten gemahnte, war kraftvoll geschwellt. Es war ein Torfboot, das seine Ladung verkauft hatte und jetzt von Nantes zurückkam, eines jener schwergebauten Schiffe, die aber trotz allem, durch das wohlberechnete Verhältnis ihrer fünfunddreißig Fuß Länge von der Spitze bis zum Ende gemessen, bei nur zwölf Fuß Breite, sehr wendig sind. Kohlschwarz und verräuchert vom Kiel bis zur Mastspitze, gleiten sie dahin wie flüchtige Schatten. So viele Torfschollen sind schon unter diesem Takelwerk hingerollt, die im bunten Durcheinander an allen Ecken und Enden des Decks aufgeschüttet waren, daß es aussah, als wäre das Schiff selber aus dem brennbaren Stoff gemacht. Ganz schwarz war es da drinnen und ganz still. Ein großer Bursche mit breit gebauten Schultern saß mitten auf Deck. Er ließ die Beine in den leeren Laderaum baumeln und besserte einen Henkelkorb aus oder tat wenigstens so; denn mit einem Blick von unten schielte er unaufhörlich nach dem alten Seemann hin, der vor ihm am Steuer stand: Es war ein hochgewachsener, grauhaariger Alter von hagerer Statur.

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