Ein Dorf Mit Besseren Fragen
Am Morgen des achten Tages, bevor wir die Suche am angenommenen Isla-Verde-Punkt fortsetzten, entschied ich eine Abweichung, die Manning nicht in seinem Plan hatte und die ich ihm erst gegen 0700 über Kaffee an der Naviecke erklärte. Ich wollte Pukaruha anlaufen, ein kleines Atoll mit einem einzigen Dorf, etwa sechzig Seemeilen ostnordöstlich von uns, weil ich vor einem Vorstoß in unbekannte Gewässer ein Gespräch mit dem Dorf-Ältesten führen wollte.
Das ist eine Praxis, die ich mir in den ersten Jahren meines Betriebs nicht selbstverständlich zugelegt habe, die aber inzwischen fester Teil meiner Arbeit ist. Die Leute in den Tuamotus haben mit diesen Gewässern eine Beziehung, die Seekarten nicht vollständig abbilden, und in Dörfern wie Pukaruha, das weniger als hundertzwanzig Einwohner hat und nur zwei Versorgungsschiffe im Quartal bekommt, sitzen Männer und Frauen, die ihre Jugend damit verbracht haben, Fische aufzuspüren, Strömungen zu lesen und die Winterwinde am Geschmack des Regens zu erkennen. Wer sie ignoriert, weil er einen französischen Vermessungsstempel besitzt, tut das aus Hochmut.
Manning hörte zu. Er war müde, er roch nach drei Tagen See, und er war zu vernünftig, um zu widersprechen. „Sechzig Meilen Umweg?"
„Ungefähr sechzehn Stunden zusätzlich, und ein ordentlicher Ankerplatz heute Nacht. Unsere Wasser- und Dieselreserven erlauben das ohne Belastung. Und mir
