Chapter

Erstes Kapitel

Das große alte, einer häßlichen Scheune gleichende Drumgooler Haus, vor dessen Haupteingang ein moosbekleideter Triton auf einer Schneckenmuschel bläst, wird umrauscht vom Tosen des Meeres. Von den obersten, nach vorn gelegenen Fenstern sieht man den im Sommer blauen, im Winter grauen, in Stille oder Sturm gewaltigen Atlantischen Ozean, und das ewige Brausen der meilenlangen Wellen klingt über die verkrüppelten, die Front des Hauses schützenden Kiefern herüber, je nach der Stimmung des Hörers gleich einem Wiegenlied oder einer Drohung. Die ganze Umgegend von Drumgool erweckt den Eindruck unermeßlicher Großartigkeit. Hinter Drumboyne im Osten, jenseits des goldenen Ginsters, der düster schwarzen Moorsümpfe und der purpurfarbigen Strecken blühender Heide, läßt die Sonne mit einem Pinselstrich eine Hügelkette von dreißig Meilen Länge erstehen. Weit ausgedehnte, ewig wechselvolle, stets schöne Berge, die, eben noch im treibenden Nebel und Regen verborgen, jetzt den Wolkenschleier lüften und – zauberhaft in der Schönheit einsamer Ferne – vom duftigen Blau sich abhebende sonnige Klippen und rötliche Schluchten enthüllen. Noch nistet der Goldadler in diesen Bergen, und lagert man sich an einem Sommertage auf dem Moor, so kann man wohl sehen, wie der Wanderfalke, der oben in der Luft schwebt, verschwindet, während der Schrei des Birkhuhns ertönt, das er niedergestoßen hat, um seinen

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