Die Kugel aus dem Nichts - Erstes Kapitel
Die gelbbraunen Fluten der Dschamna bespülten die hölzernen Pfähle des Landungssteges, den Detektivinspektor Plomber sich an dem zu seinem Garten gehörigen Teile des Flußufers hatte errichten lassen. Es war mehr als ein Landungssteg. Es war eine in das Wasser hinausgebaute hölzerne Terrasse, weiß gestrichen, mit zierlichem Geländer und einem kleinen offenen Pavillon an einer Ecke. Drei uralte Bäume mit tiefem, breitem Astwerk spendeten hier Schatten, mochte die Sonne auch scheinen, von wo sie wollte. An der zum Wasser hinabführenden Treppe lagen zwei Ruderboote und ein kleines Motorboot angekettet, die ebenfalls dem Inspektor Plomber gehörten. Nein — nicht gehörten! Gehört hatten. Denn Inspektor Plomber, der liebenswürdige Vorstand der Detektivpolizei in der an der Dschamna gelegenen altbekannten indischen Stadt Agra, war tot; war ermordet worden. Wir wohnten in Agra wieder im Hotel Royal. Wir waren hier infolge des Juwelenraubes mit der Familie des amerikanischen Multimillionärs Hamborn bekannt geworden und hatten gegen sechs Uhr nachmittags gerade im Speisesaale gesessen, als der Hoteldirektor Harald an das Telephon rief. So erhielten wir die Nachricht von dem Tode Plombers. Wir entschuldigten uns bei Hamborns und fuhren in dem Auto, das Polizeidirektor Thimal uns nach dem Hotel geschickt hatte, am Flußufer entlang nach Plombers schöner Besitzung. An der Gartenpforte