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Die Kolonie auf den Briennes

Im Garten der großen Landwirtschaftsschule, die als Gefangenenlager für die in Plymouth von den deutschen Handelsschiffen herabgeholten Besatzungen in aller Eile eingerichtet worden war, standen an einem warmen Oktobernachmittag des Jahres 1914 hinter einer Dornenhecke ein breitschultriger Seemann mit leicht ergrautem Vollbart und zwei Knaben, – kräftige Burschen, die in ihren Matrosenanzügen trotz deren Abnutzung durch die nun bereits zehnwöchige Gefangenschaft ganz sauber und eigen aussahen. „Gott mit Euch, Jungens!“ sagte Kapitän Leitner mit bewegter Stimme. „Es ist ein ziemliches Wagnis, das Ihr vorhabt. Aber ein Gelingen ist nicht ausgeschlossen, und deshalb will ich Euch nicht zurückhalten, zumal mir sehr viel daran liegt, daß die Papiere, die ich bisher den englischen Späheraugen glücklich entzogen habe, in die Hände meines Reeders in Emden gelangen.“ Nochmals schloß er seinen Sohn Heinrich jetzt in die Arme, drückte Fritz Burke die Hand und ging dann tiefer in den Garten hinein – schnellen Schrittes, um den Knaben zu verheimlichen, wie feucht es in seinen Augen schimmerte. – Die beiden Schulfreunde – Heinrich hatte seinen um ein Jahr jüngeren Klassenkameraden während der Sommerferien auf dem von seinem Vater geführten Frachtdampfer mit nach England genommen, wo sie dann im Hafen von Plymouth durch den Kriegsausbruch überrascht wurden – hatten schon in den letzten Tagen

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