Erster Teil
Im Sommer neunzehnhundert und dreiunddreißig gab es einige Aufregung im Marineamt einer europäischen Großmacht. In aller Frühe stritt der Marineminister mit dem Polizeipräsidenten. Der dritte im Streit war der Detektivinspektor Axel Nyström; ein Mann, der einen großen Ruf als Diebsfänger hatte. Der Streit war im Grunde genommen zwecklos und unfruchtbar, denn der kostbare und als Geheimnis gehütete Marinevertrag mit einem befreundeten Staat war in der vorhergehenden Nacht auf unerklärliche Weise gestohlen worden; viele Leute standen unter Verdacht – die bereits mit der Polizei zu tun gehabt hatten – und im Verlaufe des Streites war es so weit gekommen, daß der Polizeipräsident selbst den Marineminister zu verdächtigen begann. Die Frage aber war: Welche Schritte sollten unternommen werden, um das Dokument zurückzubekommen, und wie war das Risiko eines vorzeitigen Verrates auszuschalten? Der Marineminister sah die Zukunft sehr düster; denn, bekam er das Dokument nicht zurück, mußte er dem Ministerrat davon Mitteilung machen und zurücktreten. Und seine Stellung war, abgesehen von der guten Bezahlung, auch mit anderen Annehmlichkeiten verbunden. Der Polizeipräsident stand auf dem Standpunkt, daß ihn die ganze Sache eigentlich nichts anging; die Auffassung war sicher falsch, aber sehr bequem, denn, übernahm er den Fall und gelang es ihm nicht, den Dieb zu fangen, würde er sicher mit