Chapter

Kapitel 1

Es war an einem Sonntagmorgen, am 4. September 1910, bald nach Anbruch der Dämmerung – die Sonne war noch nicht aufgegangen –, da schritten zwei aus der zahllosen Menge der Londoner Nachtarbeiter die Fleet-Street herunter. In der mystischen stillen Beleuchtung, ehe das Bahrtuch des Rauchs sich niedersenkt, hat sie etwas Ruhiges, Anziehendes, diese Hauptader des Londoner Verkehrs, mit ihren unregelmäßigen Reihen von geschlossenen Läden und Zeitungsexpeditionen. Nur am frühen Morgen steckt die altehrwürdige City ihre beste Miene auf, in dieser einen ruhigen, süßen Stunde, wo das Mühen der Nacht zu Ende ist, das des Tages noch nicht angefangen hat. Nur in dieser kurzen Pause bei des Tages Geburt, wenn die rosigen Tinten des Himmels langsam zu Gold erglühen, ruht die gigantische Metropole; schon um fünf Uhr beginnt wiederum das Zuströmen der arbeitenden Millionen in die Geschäftsstraßen aus allen Punkten der Windrose, und sofort hebt auch der Sturm und Drang des Londoner Lebens wieder an. In dieser Stunde schweigenden Zaubers machten die beiden graubärtigen Nachtredakteure, obwohl bei rivalisierenden Zeitungen angestellt, zusammen ihren Weg heimwärts nach Dulwich, um den Sonntag in wohlverdienter Ruhe zu verbringen, und simpelten Fach, wie Preßleute tun. »Ich nehme an, Sie hatten dasselbe Malheur und konnten auch von dieser Yarmouth-Geschichte das Ende nicht kriegen?« fragte

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