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Vorwort

Sehr geehrter Herr Hillger! Das Interessanteste an unseren grossen klassischen Autoren ist doch wohl meistens das Werk selbst. Dürfen also wir Modernen es wagen, unsere Leser für ein Privatleben, das an Abenteuern nur mässig reich ist, in Anspruch zu nehmen? – Und ich meine, Ihre Leser werden sich auch weniger um meine Erlebnisse als um ihr Verhältnis zu dem vorliegenden Roman kümmern. – Ich bin im Jahr 1875 in Karlsruhe geboren, aber als ich, ein ganz junger Mensch, nach Berlin kam, fand ich, dass die Stimmung meiner süddeutschen Heimat mich unerhört empfänglich für die köstlichen Impressionen der Grosstadt gemacht hatte. Als Mediziner kam ich nach Paris, bekümmerte mich dort leidenschaftlich um die Politik und lernte das Leben und Denken der Jungtürken an ihren europäischen Sitzen kennen, von denen ich in den »Indischen Opalen« erzählte, lang ehe die osmanischen Umwälzungen die Aufmerksamkeit auf sich lenkten. Und so finden die Leser Ihres »Bücherschatzes« von allem etwas in diesem Roman, vor allem aber von meiner innigsten Neigung, der zur Schönheit der modernen Grosstadt. Mit vorzüglicher Hochachtung Ernst Ludwig Grombeck

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