Chapter

Erstes Kapitel: Eine nächtliche Zusammenkunft

Von unsäglichem Weh will ich erzählen; von Not, Tod und endlosen Seelenqualen. Ich will erzählen von den Hyänen des Kapitals und von ihren Opfern. Wohl kostete es mich Überwindung, in einen, viele Monate dauernden geistigen Verkehr mit der Verworfenheit zu treten und mich mit dem Laster zu Tische zu setzen. Doch wenn bei solchem Schaffen der helle Enthusiasmus zu erbleichen drohte, der mich bisher durch zahlreiche Bände hindurch begleitet hatte, so fand ich neue Anregung, indem ich mich in die Schilderung lieber, freundlicher Gestalten versenkte, selbst unter Schutt und elenden Schlacken ein Goldkörnlein hervorzuschärfen trachtete. »Quum finis est licitus, etiam media sunt licita«, schloß ich in einem früheren Werke meine Betrachtungen über die verhängnisvolle Konvikterziehung; mit demselben dehnbaren Jesuitenspruche beginne ich heute die »Hyänen des Kapitals«. * »Die Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen! Wie lange ist es her, seit ich ängstlich in deine Augen spähte, jeden helleren Blick zu meinen Gunsten zu deuten trachtete? Wie lange, seit dein erster schüchterner Händedruck mich bis über die Wolken erhob, der erste Kuß von deinen Rosenlippen mich beseligend durchschauerte? Alles, alles dahin!« »Wer verschuldete den traurigen Wechsel?« tönte es die bittere Anrede ebenso bitter, wenn auch mit sanfterer Stimme zurück. Der Mann lachte unheimlich. »Das jetzt noch ergründen

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