Erstes Kapitel
Die weite Ebene dehnte sich unter dem bläulichen Schimmer der Dämmerung, dem breiten Lichtband, das sich vom Meere her näherte. Wie verwundet von den stählernen Reflexen des Morgengrauens, schmetterten die Nachtigallen ihr Finale. Von den strohgedeckten Dächern flogen die ersten Sperlingsschwärme auf, eilig wie ein Trupp aufgescheuchter Gassenbuben, und die Laubkronen der Bäume erzitterten unter dem mutwilligen Jagen dieser ausgelassenen Nichtsnutze. Langsam erstarben die Stimmen der Nacht, … das Murmeln der Wassergräben, das Rauschen des Rohrs, das Bellen der wachsamen Hunde. Die Huerta erwachte, und ihr Gähnen wurde immer lauter. Von Hütte zu Hütte pflanzte sich das Krähen der Hähne fort; die Glöckchen der kleinen Dörfer antworteten mit eiligem Gebimmel auf den Ruf zur Frühmesse, der von den im blauen Dunst verschwimmenden Türmen Valencias erklang, und aus den Ställen drang vielstimmiger Lärm: Pferdewiehern, Kuhgebrüll, Hühnergegacker, Schafblöken, Schweinegrunzen das geräuschvolle Erwachen der Tiere, die der frische, mit dem würzigen Duft der Wiesen erfüllte Hauch des Morgens ungestüm nach der Weide verlangen liess. Immer siegreicher drang das Licht vor. Wie von den Ackerfurchen und Laubmassen verschluckt, verschwanden die Schatten, und aus den dünnen Nebelschleiern traten die feuchtglitzernden Umrisse langer Reihen von Maulbeer- und Obstbäumen hervor, wiegende Linien wilden