Erster Akt
Ein bürgerliches Lustspiel Zyklus »Aus dem bürgerlichen Heldenleben« Die Szene ist dauernd Maskes Wohnstube Zeit 1900 Theobald und Luise treten auf Theobald Daß ich nicht närrisch werde! Luise Tu den Stock fort! Theobald schlägt sie Geschändet im Maul der Nachbarn, des ganzen Viertels. Frau Maske verliert die Hose! Luise Au! Ach! Theobald Auf offener Straße, vor den Augen des Königs sozusagen. Ich, ein einfacher Beamter! Luise schreiend Genug. Theobald Ist nicht zu Haus Zeit Bänder zu binden, Knöpfe zu knöpfen? Unmaß, Traum, Phantasien im Leib, nach außen Liederlichkeit und Verwahrlosung. Luise Ich hatte eine feste Doppelschleife gebunden. Theobald lacht auf Eine feste Doppelschleife. Herrgott hör das niederträchtige Geschnatter. Eine feste – da hast du eine feste Doppelohrfeige. Die Folgen! Ich wage nicht, zu denken. Entehrt, aus Brot und Dienst gejagt. Luise Beruhige dich. Theobald – Rasend ... Luise Du bist unschuldig. Theobald Schuldig, ein solches Weib zu haben, solchen Schlampen, Trulle, Sternguckerin. Außer sich Wo ist die Welt? Er packt sie beim Kopf und schlägt ihn auf den Tisch. Unten, im Kochtopf, auf dem mit Staub bedeckten Boden deiner Stube, nicht im Himmel, hörst du? Ist dieser Stuhl blank? Nein – Dreck! Hat diese Tasse einen Henkel? Wohin ich fasse, klafft Welt. Loch an Loch in solcher Existenz. Schauerlich! Mensch, bedenke doch! Ein gütiges Schicksal gab mir