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Kabarettmonologe

Heissa, ich bin ein entsprungener Sträfling, Entfloh'n aus dem Lande der Bourgeois! Jetzt bin ich unter den Ersten: ein Höfling Im strahlenden Reich der Bohème. Hurrah! Ich habe zerbrochen die eisernen Ketten, Ich schwamm nach dem Eiland der Freiheit hinaus. Ich hab' keine Schranken, kann wagen und wetten, Bin Herrscher im eigengezimmerten Haus! Ich brauch' nicht nach bleierner Rücksicht zu fragen! Kein Band, das im Ungestüm jäh' ich verletz'! Darf wagen und siegen und siegen und wagen, Und was mich gelüstet, das ist mein Gesetz! – – – Bisweilen aber – kannst du's verstehn? – Da muß ich mir tiefst in das Innerste seh'n – – – Und da seh' ich die Heimat, da seh' ich das Glück, Da sehn' ich mich heiß – in den Kerker zurück, Da möcht' ich gern wieder nach Rücksichten fragen, Möcht' still meinen Wünschen »Das schickt sich nicht!« sagen, Da sehn' ich nachhaus hinter'n Ofen mich hin, Könnt' schluchzen, daß ich kein »Philister« mehr bin, Möcht' nichts von Freiheit, vom Wagen mehr wissen, Bei Muttern nur sein und die Hände ihr küssen, Und ruh'voll ins friedliche Leben seh'n – –! – – Kannst du's versteh'n? Eins intressiert mich sehr: ich möcht' gern wissen, Warum die Leut' versessen sind aufs Küssen! Bei Frau'n, ich bitte, kann ich das verstehn: Es ist der Leim, auf den die Gimpel gehn! Denn kriegt die Frau den Mann erst bis zum Kuß, Dann weiß sie schon, daß er dran glauben muß; Sie

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