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Vorwort

Im Auftrage des Bremer Bildungsausschusses hielt ich am 17. Dezember des vorigen Jahres in Bremen einen Vortrag über Karl Marx. Von Bremer Genossen, die den Vortrag gehört, kam mir die Aufforderung zu, ihn im Druck herauszugeben, da er geeignet sei, weitverbreitete irrtümliche Auffassungen über das, was Marx geleistet hat und was der Marxismus bedeutet, richtig zu stellen. Ich komme hiermit dieser Aufforderung nach, doch beschränke ich mich nicht auf eine bloße Wiedergabe des Vortrages. Ich habe ihn für den Druck mehrfach erweitert, namentlich in seinem ersten Teil. Es ist nicht eine Lobrede auf Karl Marx, was ich hier gebe. Sie entspräche wenig dem stolzen Sinne des Mannes, dessen Wahlspruch es war: Verfolge Deinen Weg und laß die Leute reden. Sie wäre auch abgeschmackt zu einer Zeit, wo seine persönliche Bedeutung von aller Welt anerkannt wird. Es handelt sich mir vielmehr darum, das Verständnis dessen zu erleichtern, was Marx der Welt gebracht hat. Das ist keineswegs so allgemein bekannt, wie es notwendig wäre in einer Periode, in der so heftig für und wider Marx gestritten wird. Gar mancher wird wohl beim Lesen der folgenden Seiten finden, daß Gedanken, die heute zu Selbstverständlichkeiten geworden sind, von Marx und Engels in mühsamer Arbeit zu entdecken waren. Er wird aber auch finden, daß Ideen, die uns heute als überraschende, neue Entdeckungen gepriesen werden, durch

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