Chapter

Erstes Kapitel. Ihre Eltern

Die Herzogin war eine sehr verständige Frau, das wurde allgemein anerkannt. Sie war vielleicht keine so glänzende Persönlichkeit, wie eine Herzogin eigentlich sein sollte. Schön war sie nie gewesen, ebensowenig war sie, was man gewöhnlich klug nennt, aber sie war, in vollem Sinne des Wortes, verständig. Und sie hatte, das kann nicht bezweifelt werden, diese schätzbare Eigenschaft auf ihrem Wege durchs Leben sehr nötig. Es war kein Feiertagsdasein, ungeachtet ihrer hohen Stellung an der Spitze eines der stolzesten Häuser und einer der vornehmsten Familien Englands. Der Glaube, daß ihr Reichtum und ihre bevorzugte Stellung den Großen dieser Welt wenig nützen, ist für uns eine Art von Entschädigung für ihre Größe. »Voll Ehrfurcht grüßt die Bauerndirne tief, Mit Staunen sieht sie mein Gewand von Seide, Es wacht der Neid, der ihr im Busen schlief: Ach, eine Gräfin! Sie weiß nichts von Leide! So denkst du wohl! Es ist dir unbekannt, Daß auch den Großen Leid bringt oft das Leben, Und daß Zufriedenheit in jedem Stand Das höchste Glück ist, das du kannst erstreben.« Das möchten wir gern alle glauben. Aber schließlich ist es doch in hohem Grade zweifelhaft, ob, wie sich die Sittenlehrer des achtzehnten Jahrhunderts einbildeten, in einer Hütte größere Zufriedenheit waltet, als in einem Palast, und der Palast hat doch in vieler Beziehung große Vorzüge. Die Herzogin hatte mancherlei

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.