Erstes Kapitel
Wenn wir die Neigungen und Impulse betrachten, welche das Spiel unserer Leidenschaften regeln, so sind es oft die einfachsten und geringfügigsten von allen, die uns beseelen. Erst wenn der Stoß kommt und unser Gemüth davor zurückbebt, wenn die Freude sich in Kummer oder der Kummer sich in Freude verwandelt, sehen wir klar, welchen Alltäglichkeiten der wirklichen Welt unser Geist seine höchsten Freuden oder seine tiefste Schwermuth entlehnt hat. Es war mir beschieden , Etwas davon zu erfahren, als, nachdem ich einen Augenblick zögernd vor der Thür des Hauses. meines Vaters gestanden und mich einsamer in der Welt stehen sah als die Unglücklichsten, die an mir vorübergingen, meine Schritte wie sonst die Richtung nach der Nordvilla nahmen. Der Instinct einer letzten Pflicht, welche mir zu erfüllen blieb, leitete mich weit mehr als ein freier Impuls meines eigenen Willens durch die Straßen von London mitten im strahlenden Glanze eines der schönsten Sommertage. Ich sah mich daher abermals auf dem Wege der täglichen Wanderung, die ich ein ganzes Jahr lang gemacht, und jetzt zum ersten Male bemerkte ich, daß es auf diesem ganzen Wege fast keinen Ort gab, der mir nicht theuer gewesen wäre und der sich nicht durch irgend eine Ideenverbindung mit Margarethe Sherwin in meine Erinnerung eingegraben hätte. Hier sah ich den bekannten Kaufladen, an dessen Schaufenster so viele allerliebste