Chapter

Erstes Kapitel

Meine Erzählung tritt nun in ein neues Stadium. Bis zur Zeit meiner Vermählung handelte ich, wie ich in meinem Berichte über diese verschiedenen Ereignisse gezeigt, durch meine eigne Thätigkeit Von diesem Augenblicke aber. an, und einen oder zwei Fälle ausgenommen, änderte sich während des ganzen Jahres, welches meine Prüfung dauerte, meine Stellung eben so wie mein Leben und ward eine rein passive. Während dieses Zwischenjahres erweckten gewisse Vorfälle meine Neugier, aber niemals meinen Argwohn. Mehrmals fühlte ich vorübergehende Befremdung, aber niemals erwachte in mir der geringste Verdacht. Jetzt betrachte ich diese Thatsachen wie eben so viele verkannte Warnungen eines noch nicht absolut feindseligen Geschickes. Ich trotzte ohne Zweifel meinem Schicksale; aber konnte ich wohl, durch die Liebe schon verblendet, diese Vorbedeutungen richtig würdigen? Während der ganzen Dauer dieser Periode ging ich beharrlich dem Rande des Abgrundes entgegen, aber niemals neigte ich mich dem Glauben an ein unheilvolles Resultat zu und vergebens kamen Andeutungen zum Vorscheine, welche mich zur Klugheit hätten ermahnen sollen. Die Schilderung dieser Warnungen und der Thatsachen, durch welche sie herbeigeführt wurden, ist gleichzeitig die Erzählung der Geschichte dieses langen Jahres, während dessen ich nach dem Augenblicke schmachtete, wo ich sie, die jetzt blos dem Namen nach mein Weib

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