Erster Teil
Hans Daimelhuber zum Gedächtnis Du tauchtest in die Stille unter, Im Lärm des Heute blieben wir. Da nahte wieder sich das Wunder: Stumm wurde alles Laute mir. Dafür aus Deiner tiefen Stille Dringt Klang um Klang mir nun ins Ohr; Die Ewigkeit aus ihrer Fülle Ersetzt, was dieses Heut verlor. Die Buntheit um mich ist zerronnen, Ein fernes Licht hüllt alles ein. Ich ahne: ist dies Licht gewonnen, Dann erst sind alle Farben mein. Dann fällt vom Sein des Scheines Hülle, Die Schale von der reifen Frucht; Dann wandelt Vielheit sich zur Fülle; Zur Harmonie der Klänge Flucht. – O ferner Reichtum ohne Ende, Dich faßt kein unzertrümmert Herz! So küß ich schluchzend denn die Hände, Die mir ihn angetan, den Schmerz. Mit mächtiger Schleife umzieht der glasgrüne Fluß ein Gelände, das seit alten Zeiten der Riesenkopf heißt. In flachen, langgestreckten, teils mit Gras und Heidekraut, teils mit Ginster und Tannenschonungen bestandenen Wellen verläuft oben das Land wie eine gefurchte Stirne. Unten, am Hals, wo die Flußwindungen sich am meisten einander nähern, führt ein sandiger Pfad durch die Heide, auf dem im Sonnenschein die Schmetterlinge spielen und bei Regen die schleimigen Schnecken ihre Spuren lassen. Abseits von Wegen und Pfaden ragt ein großer grauer Stein in der Einsamkeit. Wenn die Sonne des hohen Sommers darauf liegt, flirrt und flimmert es oft aus ihm, als breche Stolz und Freude aus