Chapter

1.

»Der schwarze Mohr, der wird nicht weiß, Die goldne Kron' behält den Preis, las ich beim Oeffnen meines Fensters, auf dem Schilde des gegenüber befindlichen Wirthshauses, und rief lachend meinen alten Justizdirector herbei, der, mir im Rücken, sich seine Reisepfeife stopfte, und mich trieb, das Frühstück einzunehmen und mich anzukleiden, weil die Pferde gleich kommen würden, und wir heute noch einen weiten Weg zu machen hätten; »am Ende« setzte ich hinzu, »ist das ein Stich auf mich, denn auf unserer langen Kommissionsreise, und bei den ewigen Gränzzügen, hat mich die Maisonne doch wahrhaftig so zum Mohren verbrannt, daß, wenn ich zu Hause komme, die Leute in der Residenz denken werden, ich komme direkte aus dem Mono Emugi der Mambo's und Zimbo's.« »Werden darum doch eine Frau bekommen,« erwiederte tröstend der Director, »im Gegentheile, die Mädchen lieben ein männlich braunes Gesicht in der Regel allemal mehr, als so ein käseweiße Milchvisage unserer gewöhnlichen Stadtzierlinge; bei Blondins mag ich den Sonnenbrand selbst nicht gern leiden; da kontrastirt in der Regel das schwarze Gesicht zum hellen Haupthaar auf eine fast widrige Weise; aber bei einem solchen Rabenhaar, wie z. B. das Ihrige, läßt eine mäßige Bräune viel besser als eine gar zu sehr in das Weiße fallende Gesichtsfarbe; doch, liebster Assessor, machen Sie, daß Sie in die Kleider kommen; je später hier, je später

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