Chapter

Doktor Marbucles Theorie

1. Kapitel. Doktor Marbucles Theorie. Die Schreibweise des Wortes Wyndhia ist nicht gleichmäßig, die Übersetzung noch verworrener. Manche Atlanten nennen den Gebirgszug Vyndhia. Einige Geographen übersetzen Wyndhia oder Vyndhia mit »Stein oder Fels«, was insofern zutrifft, als diese Zentralindien von West nach Ost durchziehenden Berge aus Sandstein und Schiefer bestehen. Andere Gelehrte aber, so besonders der Inder Doktor Tamudra, führen das Wort auf die uralten, aber verstümmelten Wortstämme Vyni und Dschia zurück: nasser Boden, Sumpf. — Und auch dies würde sich mit der widerspruchsvollen Natur dieses Gebirges decken, dessen Südseite in weite, nie erforschte Dschungel übergeht, deren Wahrzeichen einzelne kahle hohe Felspartien bilden, die mitten aus Morast und Dornen und Buschwerk hervorragen. Dies zur Einleitung. Und nun ein Sprung ostwärts … Kalkutta. Auf dem Hugli-Fluß mit jenen lehmigen Fluten, die nach jedem Regen eine noch seltsamere grünbraune Färbung annehmen, ankert gegenüber dem Zollhause eine elegante große Privatjacht, die stolz das Sternenbanner am Heck und am Bug in vergoldeten Buchstaben den Namen »Ohio« zeigt. Unter dem Sonnensegel auf dem Achterdeck ist der Frühstückstisch zierlich gedeckt. Ein Steward in blendend weißem Leinenanzug füllt die Teetassen, und ein zweiter richtet auf einem Nebentisch die Röstbrötchen her. Frau Margrit Lync, Besitzerin dieser

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