Chapter

Auf der Makaloa-Matte

Im Gegensatz zu den Frauen der meisten südländischen Rassen altern die Hawaiianerinnen langsam und halten sich schön. Der Frau, die unter dem Haubaum saß, würde ein guter Beobachter, selbst wenn er nicht an Schminke oder sonst ein geschicktes Verbergen der Alterserscheinungen gedacht hätte, überall in der Welt außer in Hawaii ihre fünfzig Jahre zugestanden haben. Aber ihre Kinder und Kindeskinder sowie Roscoe Scandwell, der seit vierzig Jahren ihr Gatte war, wußten, daß sie vierundsechzig zählte und am zweiundzwanzigsten Juni fünfundsechzig wurde. Sie sah jedoch nicht danach aus, wenn sie sich auch zum Lesen ihres Magazins eine Brille aufsetzte, die sie wieder abnahm, sobald sie ihre Blicke über das halbe Dutzend Kinder, das auf dem Rasen spielte, schweifen lassen wollte. Es war ein prächtiger Anblick – prächtig wie der uralte Haubaum, in dessen weitem Schatten sie so bequem wie in einem Hause saß, prächtig wie der Rasen, dessen samtene Fläche, die einen Schätzwert von zweihundert Dollar für jeden Fußbreit Straßenfront hatte, sich landeinwärts bis zu dem ebenso würdevollen, stattlichen und prächtigen Hause erstreckte. Drunten gewährte ein Saum von hundert Fuß hohen Kokospalmen einen flüchtigen Durchblick auf das Meer, hinter dem Riff von tiefblauer Farbe, die nach dem Horizont zu indigoblau wurde, innerhalb des Riffs die ganze silberne Stufenleiter von Jade über Smaragd zum

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