Chapter

Die Gespensterbrigg

Eine wahre Backofenglut lag über der nur unter einer leichten Dünung träge hin und her schwappenden See. Und der Motorkutter „Phönix“ taumelte auf der im Sonnenglast flimmernden Wasserfläche wie ein Trunkener hin und her. – Auf dem kleinen, von einem Sonnensegel überspannten Hinterdeck saßen zwei Herren in weißen Leinenanzügen. Ein dritter hantierte in dem Maschinenraum mit Schraubenschlüssel und anderen Werkzeugen herum. „Na, Manhard, haben Sie den Motor wieder zurechtgedoktert?“ fragte jetzt einer der beiden auf Deck, indem er sich vorbeugte, um durch die Luke in den Verschlag hinabzusehen, wo der vierzylindrige Benzinmotor aufgestellt war, der dem schlanken „Phönix“ eine Geschwindigkeit von gut fünfzehn Seemeilen in der Stunde zu geben vermochte. Der mit Manhard Angeredete tauchte jetzt mit schweißtriefendem Gesicht in der Luke auf. „Leider nein!“ meinte er ärgerlich. „Es wird nichts helfen, – ich muß den einen Zylinder herausschrauben.“ „Mit der Jagd auf Seekühe (die Seekuh oder Dugong, 3–5 Meter lange Tiere mit fischähnlichem Körper, bläulichgrauer Haut und einem Maule, das dem der Rinder gleicht, bewohnen den Indischen Ozean. Fleisch und Fett sind sehr geschätzt) ist’s dann wohl vorbei?“ fragte der erste Sprecher wieder. Es war dies ein blonder, schlanker Herr mit recht jugendlichem, braungebranntem Gesicht. „Für heute ja“, gab Manhard Bescheid. „Sobald etwas Wind

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