Die Gesellschaft der roten Karten
Wir waren Gäste Lord Wolpoores auf dessen großer Kaffeeplantage an der Westküste Sumatras. Am achten Tage unserer Anwesenheit dort kehrten Harst und ich von einem Jagdausflug auf Sumpfbüffel erst gegen Abend zurück. Nachdem wir uns in unseren Zimmern in Gesellschaftstoilette geworfen hatten, da uns von dem uns zugeteilten malaiischen Diener mitgeteilt war, daß Gäste eingetroffen seien, begaben wir uns hinab in den Salon des prachtvoll ausgestatteten Wohnhauses des Plantagendirektors Weber, das gleichzeitig für den Lord und ein Dutzend Gäste besondere Räumlichkeiten besaß. Im Salon trafen wir nur August Weber an, einen deutschen Riesen mit blondem Vollbart, der hier den Herrn über 800 eingeborene Arbeiter und ein Gebiet von fast 2000 Quadratkilometer Größe spielte. Landsmann Weber war gleichfalls in Smoking und Lackschuhen, zwinkerte uns sofort vielsagend zu und meinte: »Ganz hoher Besuch ist da! Ein leibhaftiger Prinz, entfernt verwandt mit dem holländischen Königshause. Er hat jedoch seiner Zeit in Europa so allerlei Dummheiten gemacht und wurde nach Batavia verbannt, wo er nun seit vier Jahren wohnt. — Gehen Sie nur in den Speisesaal. Ich wollte nur gerade nach unserem Hafen hinab an Kapitän Pellertan telephonieren, daß die »India« sich für morgen vormittag zum Auslaufen bereithalten soll. Seine Lordschaft will seine Jacht dem Prinzen zur Rückfahrt nach Batavia zur Verfügung