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Vorwort des Autors

Übersetzt von Heinrich Conrad München und Leipzig Bei Georg Müller 1Wenn es dieser Art von Komposition, deren zweijähriges Produkt nun dem Publikum vorgeführt wird, an Kunst mangelt, wie es beständig der Fall ist und sein muß, so hat sie wenigstens den Vorteil einer gewissen Wahrheit und Ehrlichkeit, der einem auserleseneren Werk ermangeln könnte. In seiner beständigen Verbindung mit dem Leser ist der Verfasser zu Offenheit der Ausdrucksweise gezwungen und muß seine eignen Ansichten und Gefühle so von sich geben, wie sie in ihm lebendig sind. Manch einen Schwubber der Feder und des Druckers, manch ein hastig gesprochenes Wort sieht er und möchte es widerrufen, wenn er seinen Band wieder liest. Es ist eine Art vertraulicher Unterhaltung zwischen Verfasser und Leser, die oft einfältig und oft langweilig sein muß. In seiner fortlaufenden Lebendigkeit muß der beständige Sprecher notwendig seine eignen Schwächen, Eitelkeiten und Absonderlichkeiten zur Schau stellen, und da wir eines Menschen Charakter, nachdem wir lange mit ihm verkehrt haben, nicht nach einer einzigen Rede, oder nach einer einzigen Stimmung oder Ansicht, oder nach der Unterhaltung eines einzigen Tages, sondern nach dem Ton seines allgemeinen Benehmens und Redens beurteilen, so fragen wir auch von einem Schriftsteller, der sich uns notwendigerweise rückhaltslos überliefert: Ist er ehrlich? Sagt 2 er in der

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