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Die Liebenden im Park

Geht man durch den alten Gänsturm über die hübsche neue Brücke zur neuen Stadt – sie hat mit der Altstadt aber nur den Namen gemein, sonst hat sie mit ihr nicht viel zu schaffen, denn der Fluß bildet hier die Landesgrenze – so eröffnet sich ein reizender Ausblick. Rechts und links sieht man den frischen klaren Strom hinauf und hinab, schmale, langgestreckte Kähne treiben langsam auf dem Wasser, Sandschiffe oder Zillen, wie sie das Volk nennt; oben, wo das Ufer seicht ist, führen die Soldaten oder die Lastfuhrleute ihre Pferde zur Schwemme und an den grünen Uferböschungen sitzen die Kinder mit nackten Beinen und beobachten mit kritischer Genauigkeit, wie man die Sache anfängt, und frohlocken, wenn die Gäule gehörig in das Wasser platschen und der Reiter freiwillig oder unfreiwillig ein tüchtiges Bad nimmt. Dazu sehen von der Seite der Altstadt die hohen altersgrauen Giebelhäuser in den Strom und scheinen sich zu freuen, daß auch heute alles noch ist, wie vor hundert Jahren und abermals hundert Jahren, und die Häuser der neuen Stadt freuen sich nicht weniger, weil ihnen der Strom gerade so gut gehört, wie denen dort drüben, die einen unnötigen Hochmut haben auf ihren altehrwürdigen Stammbaum, wie sie es heißen. Ist man aber über die Brücke hinübergekommen, ohne von einem Schutzmann angehalten zu werden, der das schwere Amt hat, die Landesgrenze zu bewachen, so ändert sich das

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