Die Grotte von Ceyzeriat
Die beiden jungen Leute vertieften sich in den Schatten der großen Bäume; Morgan leitete seinen Genossen, der mit den Wegen des Parks weniger vertraut war, als er, und führte ihn gerade an den Ort, wo er gewöhnlich über die Mauer stieg. Sie brauchten nur eine Secunde, um dieses Manöver zu machen. Einen Augenblick später befanden sie sich an den Ufern der Reyssousse. Ein Boot wartete am Fuße einer Weide. Sie stiegen beide hinein und mit drei Ruderschlägen hatten sie das andere Ufer erreicht. Ein Pfad führte an dem steilen Ufer des Flusses hin und brachte sie nach einem kleinen Walde, der sich von Ceyzeriat nach Etrez erstreckt, das heißt drei Meilen lang, und aus der andern Seite der Reyssousse das Gegenstück zu dem Walde von Seillon bildete. Als sie an den Saum des Waldes kamen, hielten sie: bis dahin waren sie so rasch gegangen, als es möglich, ohne zu lausen, und weder der Eine noch der Andere hatte ein Wort gesprochen. Der ganze Weg, den sie zurückgelegt, war menschenleer: es war deßhalb auch wahrscheinlich, sogar gewiß, daß man von Niemand gesehen worden. Man konnte endlich athmen. "Wo sind die Genossen?" fragte Morgan. "In der Grotte," antwortete Montbar. "Und warum gehen wir nicht alsbald dahin?" "Weil wir am Fuße jener Rothbuche einen der Unsrigen finden müssen, der uns sagen wird, ob wir ohne Gefahr weiter gehen können." "Wen?" "D'Assas." Ein Schatten erschien hinter