Chapter

Einleitung

Die von mir gefuhrten Kriege haben mir Gelegenheit zu grundlichem Nachdenken uber die Grundsatze der grossen Kunst gegeben, die so viele Reiche emporgebracht oder zerstort hat. Die grosse romische Disziplin besteht nur noch bei uns. Folgen wir auch darin dem Beispiel der Romer, dass wir den Krieg zum Gegenstand unseres Studiums und den Frieden zur steten Ubung machen. Ich habe es also fur nutzlich gehalten, Euch meine Betrachtungen mitzuteilen, Euch, die Ihr nach mir den grossten Anteil am Kommando habt und denen schon eine Andeutung meiner Gedanken genugen muss, Euch endlich, die Ihr in meiner Abwesenheit nach meinen Grundsatzen zu handeln habt. In diesem Werke habe ich meine eigenen Betrachtungen mit denen vereint, die ich in den grossen Schriften der grossten Feldherren fand, und ein Ganzes daraus gemacht, das ich auf die Ausbildung unserer Truppen angewandt habe. Ich schreibe nur fur meine Offiziere. Ich rede nur von dem, was auf den preussischen Dienst anwendbar ist, und fasse keine anderen Feinde ins Auge als unsere Nachbarn; denn beide Worte sind leider zum Wechselbegriff geworden. Ich hoffe, meine Generale werden durch die Lekture dieses Werkes mehr als durch alles, was ich ihnen mundlich sagen konnte, uberzeugt sein und erkennen, dass die Disziplin unseres Heeres die Grundlage fur den Ruhm und die Erhaltung des Staates ist. Wenn sie sie unter diesem Gesichtspunkt

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