Die Geisterprau
„Lassen Sie mich in Ruhe mit Ihrem Gerede, das doch nur darauf hinausläuft, die geradezu haarsträubende Behandlung, die man uns hier angedeihen läßt, noch zu entschuldigen. „Der Krieg hat seine Härten“, … „notwendige Sicherheitsmaßregeln“, … „Befehl von oben“ … und so weiter, was Sie da eben alles zusammengeschwatzt haben …! – Eine Gemeinheit ist’s, eine Niederträchtigkeit, kleinliche Rache …!! Der offenherzige Bursche hat seine helle Schadenfreude daran, uns jetzt, wo ihm die Macht für solche Bubenstücke gegeben ist, nach Möglichkeit als seine früheren Konkurrenten zu drangsalieren.“ Und Ernst Menke schlug mit der Faust auf den Deckel der großen, leeren Kiste, die ihnen als Tisch diente, daß es nur so dröhnte. Sein gebräuntes Gesicht mit dem keck aufgedrehten kleinen Bärtchen war vor Erregung noch einen Ton dunkler geworden, und drohend streckte er jetzt die Faust gegen den hohen Wellblechzaun aus, der die Baracke umschloß und der oben noch eine Reihe starker Stacheldrähte trug. Der dicke Herr Strina schaute sich ängstlich um. „Schreien Sie nicht so, Menke, ich bitte Sie! Hondsfout kann in der Nähe sein – oder einer der anderen Engländer! Außerdem möchte ich Sie daran erinnern, daß ich Ihr Chef bin und daß sich eine solche Sprache, wie Sie sie soeben mir gegenüber sich erlaubten, durchaus nicht …“ Aber der schlanke, fast zu magere Prokurist der Firma August Strina,