Chapter

Erster Band

Eine Penne bedeutet in der Sprache der Gauner und Mörder ein Wirthshaus der gemeinsten Art. Der Wirth eines solchen Hauses ist meist ein ehemaliger Sträfling, der seine Strafe bestanden hat, oder es ist im Besitz eines Weibes, das im Zuchthause war und die Gäste sind der Auswurf der Gesellschaft, freigelassene Galeerensträflinge, Gauner, Diebe und Mörder. Ist ein Verbrechen begangen worden, so wirft in Paris die Polizei ihr Netz, wenn man so sagen kann, in diesem Kothe aus und sie fängt fast immer die Schuldigen. Dieser Anfang deutet dem Leser an, daß er schauerlichen Auftritten beizuwohnen haben wird; folgt er uns, so wird er in schreckliche, grauenvolle, unbekannte Gegenden gelangen; es wimmelt in diesen schmutzigen Kloaken von häßlichen, entsetzlichen Menschen, wie es in Sümpfen von Reptilen wimmelt. Man hat die bewundernswürdigen Stellen gelesen, in denen Cooper, der amerikanische Walter Scott, die rohen Sitten der Wilden, ihre malerische, poetische Sprache und die tausendfache List geschildert, mittelst welcher sie ihren Feinden entfliehen oder dieselben verfolgen. Man hat für die Ansiedler und für die Bewohner der Städte gezittert, wenn man bedachte, daß so nahe bei ihnen jene wilden Stämme hauseten und umherzögen, die durch ihre blutdürstigen Gewohnheiten von unserer Zivilisation so fern gehalten werden. Wir wollen versuchen, an den Augen des Lesers einige Episoden aus

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