Schauspiel in einem Akt
Schauspiel in einem Akt Personen: Professor Robert Pilgram. Doktor Alfred Hausmann. Professor Werkmann. Professor Brand. Olga Merholm. Ein Diener. Spielt in einer Sommerfrische unweit von Wien; an einem Herbstabend des letzten Jahres. Elegantes Zimmer. Tapeten und Möbel in hellen, meist bläulichen Farben gehalten. Damenschreibtisch links vorn; Klavier rechts. – Rechts eine Thür, links eine Thür. Im Hintergrund eine große offene Thür, die auf den Balkon hinausführt. Blick auf die Landschaft: eine Straße, allmählig steigend, die weit hinausführt, abgeschlossen durch eine Friedhofmauer. Die Mauer ist nicht hoch, man sieht Grabsteine und Kreuze. Ganz fern, verschwimmend, mäßige Berge. Es ist später Abend, nahezu Nacht, die Landschaft liegt im Dunkel; auf der einsamen Straße fahle Mondbeleuchtung. Robert kommt aus dem Zimmer rechts, geleitet zwei Herren, Professor Werkmann und Professor Brand. Robert. Sie entschuldigen, meine Herren, hier ist es so dunkel; ich will ein Licht holen. Werkmann. Aber lieber Freund, wir finden auch so den Weg. Robert. Nur einen Augenblick. Ab. Werkmann und Brand stehen allein im Dunkel. Werkmann. Er ist sehr gefaßt. Brand. Komödie. Werkmann. Wenn man seine Frau begräbt, spielt man keine Komödie. Glauben Sie mir, ich habe das durchgemacht. Was hätte es für einen Zweck? Brand. Sie kennen Pilgram noch immer nicht. Es wirkt doch großartig, am Nachmittag